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Disziplinen der Philosophie
Innerhalb der Philosophie gibt es eine große Anzahl an
Subdisziplinen bzw. "Fächern" so wie sich beispielsweise innerhalb der Biologie eine Unterscheidung in Botanik, Genetik,
Humanbiologie, Molekularbiologie, Verhaltensbiologie, Zoologie usw. vorfindet. Dabei gilt: Die Klassifikationsmöglichkeiten philosophischer Teildisziplinen sind vielfältig, mitunter umstritten und eine strikte Abgrenzung ist in sehr vielen Fällen nicht möglich. Bevor in den nächsten Wochen einige Disziplinen etwas genauer vorgestellt werden, anbei eine (unvollständige)
Aufstellung von Disziplinen der Philosophie:
Anthropologie Philosophie der
Argumentationstheorie Mathematik
Ästhetik Philosophie der Medizin
Erkenntnistheorie Philosophie der Physik
Eihik Philosophie des Geistes
Handlungstheorie Politische Philosophie
Kulturphilosophie Rechtsphilosophie
Logik Sozialphilosophie
Metaphilosophie Sprachphilosophie
Metaphysik Technikphilosophie
Naturphilosophie Wirtschaftsphilosophie
Philosophie der Biologie Wissenschaftstheorie
Disziplinen der Philosophie Innerhalb der Philosophie gibt es eine große Anzahl an Subdisziplinen bzw. "Fächern" so wie sich beispielsweise innerhalb der Biologie eine Unterscheidung in Botanik, Genetik, Humanbiologie, Molekularbiologie, Verhaltensbiologie, Zoologie usw. vorfindet. Dabei gilt: Die Klassifikationsmöglichkeiten philosophischer Teildisziplinen sind vielfältig, mitunter umstritten und eine strikte Abgrenzung ist in sehr vielen Fällen nicht möglich. Bevor in den nächsten Wochen einige Disziplinen etwas genauer vorgestellt werden, anbei eine (unvollständige) Aufstellung von Disziplinen der Philosophie: Anthropologie Philosophie der Argumentationstheorie Mathematik Ästhetik Philosophie der Medizin Erkenntnistheorie Philosophie der Physik Eihik Philosophie des Geistes Handlungstheorie Politische Philosophie Kulturphilosophie Rechtsphilosophie Logik Sozialphilosophie Metaphilosophie Sprachphilosophie Metaphysik Technikphilosophie Naturphilosophie Wirtschaftsphilosophie Philosophie der Biologie Wissenschaftstheorie
Ernst Cassirer
(28. Juli 1874 13. April 1945)
Ernst Cassirer (28. Juli 1874 13. April 1945)
Philosophie kompakt
'Gerhard Ernst
Einführung in die
Erkenntnistheorie
Philosophie kompakt 'Gerhard Ernst Einführung in die Erkenntnistheorie
Was ist Wissenschaft?
Bis heute gibt es kein allgemein anerkanntes wissenschaftstheoretisches
Konzept von Wissenschaft per se. In erster Näherung lassen sich jedoch als (oberflächliche) Synthese aus HOYNINGEN-HUENE (2013) und SCHURZ
(2014) - vier erkenntnistheoretische (Es-E4) und fünf systematische
Merkmale für Wissenschaft angeben.
Caveat: Die folgenden Ausführungen gelten primär für die
Realwissenschaften als in einem weiten Sinne empirische Wissenschaften
(in Abgrenzung zu den Formalwissenschaften wie Logik, Mathematik oder theoretische Informatik, die statt konkreten (raumzeitlich lokalisierbaren) Gegenständen abstrakte Strukturen in den Blick nehmen).
Vorbemerkung: Klassischerweise versteht man unter Wahrheit die
(strukturelle) Übereinstimmung von Aussage und Wirklichkeit
(Korrespondenztheorie der Wahrheit). Es gibt allerdings auch etliche
Wahrheitstheorien, die von diesem Ansatz abweichen und Wahrheit primär z.B. mit Kohärenz (Kohärenztheorie der Wahrheit), Konsens
(Konsensustheorie der Wahrheit) oder Erfolg (pragmatische
Wahrheitstheorie) verbinden.
Zu den Merkmalen von Wissenschaft:
Was ist Wissenschaft? Bis heute gibt es kein allgemein anerkanntes wissenschaftstheoretisches Konzept von Wissenschaft per se. In erster Näherung lassen sich jedoch als (oberflächliche) Synthese aus HOYNINGEN-HUENE (2013) und SCHURZ (2014) - vier erkenntnistheoretische (Es-E4) und fünf systematische Merkmale für Wissenschaft angeben. Caveat: Die folgenden Ausführungen gelten primär für die Realwissenschaften als in einem weiten Sinne empirische Wissenschaften (in Abgrenzung zu den Formalwissenschaften wie Logik, Mathematik oder theoretische Informatik, die statt konkreten (raumzeitlich lokalisierbaren) Gegenständen abstrakte Strukturen in den Blick nehmen). Vorbemerkung: Klassischerweise versteht man unter Wahrheit die (strukturelle) Übereinstimmung von Aussage und Wirklichkeit (Korrespondenztheorie der Wahrheit). Es gibt allerdings auch etliche Wahrheitstheorien, die von diesem Ansatz abweichen und Wahrheit primär z.B. mit Kohärenz (Kohärenztheorie der Wahrheit), Konsens (Konsensustheorie der Wahrheit) oder Erfolg (pragmatische Wahrheitstheorie) verbinden. Zu den Merkmalen von Wissenschaft:
WELLE
DOPPELSPALT- .
EXPERIMENT
'thejhel
TEILCHEN
WELLE DOPPELSPALT- . EXPERIMENT 'thejhel TEILCHEN
#PhilosophischeTerminologie @einstiegindiephilosophie
Grundlegende philosophische Terminologie
#4
Eine u.a. in Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie und Logik wichtige Unterscheidung ist diejenige zwischen Metasprache und Objektsprache.
" Die Metasprache ist die Sprache bzw.
Sprachebene, mit der man über eine Sprache spricht, und
" die Sprache, mit der man über außersprachliche Gegenstände spricht und die ihrerseits Gegenstand der Metasprache sein kann, ist die Objektsprache.
#PhilosophischeTerminologie @einstiegindiephilosophie Grundlegende philosophische Terminologie #4 Eine u.a. in Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie und Logik wichtige Unterscheidung ist diejenige zwischen Metasprache und Objektsprache. " Die Metasprache ist die Sprache bzw. Sprachebene, mit der man über eine Sprache spricht, und " die Sprache, mit der man über außersprachliche Gegenstände spricht und die ihrerseits Gegenstand der Metasprache sein kann, ist die Objektsprache.
Die großen Fragen der Philosophie
Viele Fragen beschäftigen die Philosophie schon eine geraume Zeit und können zum "Kernbestand" philosophischer Reflexionen gezählt werden.
Eine kleine Auswahl lautet (leicht abgewandelt nach TETENS, H.:
Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. München 2010, 5.16):
Was sind die Regeln des korrekten Denkens?
Ist die materielle Erfahrungswelt die eigentliche und ganze
Wirklichkeit und gibt es über die erfahrbare materielle Welt hinaus eine nicht-materielle Wirklichkeit?
Wie sieht es mit der Möglichkeit menschlichen Wissens und der
Erkennbarkeit der Wirklichkeit aus? Was ist Wahrheit?
(4) Was ist Wissenschaft und was sind die Grenzen wissenschaftlicher
Erkenntnis?
(5) Wassind Raum und Zeit und was ist das Wesen der Materie?
(6) Wie steht es um Kausalität, Determinismus und Willensfreiheit?
Wie schaut eine Lösung des Körper-Geist-Problems aus?
Was ist das Wesen einer Person? Was bedeutet Identität?
(9) GibtesGott?
(10) Was lässt sich über Moral, das Gute, Gerechtigkeit und Freiheit sagen?
(1) Wie steht esum moralische Grundlagen von Staat und Gesellschaft?
(12) Was ist das Schöne und was sind die Grundlagen unserer ästhetischen Wertschätzung?
(43) Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet Glück und was ist das aute Leben?
Die großen Fragen der Philosophie Viele Fragen beschäftigen die Philosophie schon eine geraume Zeit und können zum "Kernbestand" philosophischer Reflexionen gezählt werden. Eine kleine Auswahl lautet (leicht abgewandelt nach TETENS, H.: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. München 2010, 5.16): Was sind die Regeln des korrekten Denkens? Ist die materielle Erfahrungswelt die eigentliche und ganze Wirklichkeit und gibt es über die erfahrbare materielle Welt hinaus eine nicht-materielle Wirklichkeit? Wie sieht es mit der Möglichkeit menschlichen Wissens und der Erkennbarkeit der Wirklichkeit aus? Was ist Wahrheit? (4) Was ist Wissenschaft und was sind die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis? (5) Wassind Raum und Zeit und was ist das Wesen der Materie? (6) Wie steht es um Kausalität, Determinismus und Willensfreiheit? Wie schaut eine Lösung des Körper-Geist-Problems aus? Was ist das Wesen einer Person? Was bedeutet Identität? (9) GibtesGott? (10) Was lässt sich über Moral, das Gute, Gerechtigkeit und Freiheit sagen? (1) Wie steht esum moralische Grundlagen von Staat und Gesellschaft? (12) Was ist das Schöne und was sind die Grundlagen unserer ästhetischen Wertschätzung? (43) Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet Glück und was ist das aute Leben?
NACH EINEM SEMESTER PHILOSOPHIESTUDIUM
"Das ist
I zufällig."
"Das ist kontingent."
NACH EINEM SEMESTER PHILOSOPHIESTUDIUM "Das ist I zufällig." "Das ist kontingent."
"Es ist eine Hauptquelle unseres
Unverständnisses, daß wir den Gebrauch unserer Wörter nicht übersehen."
PHILOSOPHIE!
LUDWIG WITTGENSTEIN (Philosophische Untersuchungen, $ 122)
INSTAGRAM:
"Es ist eine Hauptquelle unseres Unverständnisses, daß wir den Gebrauch unserer Wörter nicht übersehen." PHILOSOPHIE! LUDWIG WITTGENSTEIN (Philosophische Untersuchungen, $ 122) INSTAGRAM:
Die Heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation
Die nach WERNER HEISENBERG (1901-976) benannte
Heisenbergsche _Unbestimmtheitsrelation bzw.
Heisenbergsche Unschärferelation ist eine der Kernaussagen der Quantenphysik. Sie gilt für Quantensysteme ist eine der und lautet (in einer Form, die noch weiter verallgemeinbar ist):
pAq >,5,
Dabei sind p der Impuls und q der Ort, A ist die Abweichung von einem definiten numerischen Wert und h das schon einmal angesprochene Plancksche Wirkungsquantum.
Sie besagt, dass das Produkt der Unbestimmtheit aus Ort und
Impuls nicht unter einen bestimmten Wert fallen kann (bzw.
allgemein, dass komplementäre bzw. inkompatible
Eigenschaften eines Quantensystems wie Ort und Impuls, aber auch der Spin in allen drei orthogonalen Raumrichtungen nicht beliebig genau gleichzeitig bestimmbar sind).
Damit steht sie im Widerspruch zu einem elementaren Prinzip der Alltagserfahrung, der klassischen (Natur-) Philosophie und der klassischen Physik - dem Prinzip der Lokalisiertheit, das besagt, dass (physikalische) Systeme mit ihren Eigenschaften an Punkten der Raumzeit lokalisiert sind bzw. einen Ort haben.
Die (as. philosophischen) Herausforderungen bestehen darin, dass es sich bei dieser Unbestimmtheit bzw. Unschärfe offenbar nicht um Probleme ungenauer Messinstrumente oder eine subjektive Ungewissheit handelt, sondern um eine exakt
Die Heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation Die nach WERNER HEISENBERG (1901-976) benannte Heisenbergsche _Unbestimmtheitsrelation bzw. Heisenbergsche Unschärferelation ist eine der Kernaussagen der Quantenphysik. Sie gilt für Quantensysteme ist eine der und lautet (in einer Form, die noch weiter verallgemeinbar ist): pAq >,5, Dabei sind p der Impuls und q der Ort, A ist die Abweichung von einem definiten numerischen Wert und h das schon einmal angesprochene Plancksche Wirkungsquantum. Sie besagt, dass das Produkt der Unbestimmtheit aus Ort und Impuls nicht unter einen bestimmten Wert fallen kann (bzw. allgemein, dass komplementäre bzw. inkompatible Eigenschaften eines Quantensystems wie Ort und Impuls, aber auch der Spin in allen drei orthogonalen Raumrichtungen nicht beliebig genau gleichzeitig bestimmbar sind). Damit steht sie im Widerspruch zu einem elementaren Prinzip der Alltagserfahrung, der klassischen (Natur-) Philosophie und der klassischen Physik - dem Prinzip der Lokalisiertheit, das besagt, dass (physikalische) Systeme mit ihren Eigenschaften an Punkten der Raumzeit lokalisiert sind bzw. einen Ort haben. Die (as. philosophischen) Herausforderungen bestehen darin, dass es sich bei dieser Unbestimmtheit bzw. Unschärfe offenbar nicht um Probleme ungenauer Messinstrumente oder eine subjektive Ungewissheit handelt, sondern um eine exakt
Langsam geht das Sommersemester in seine finale Phase über und das bedeutet u.a.: Prüfungsphasel Dazu passend nach längerer Zeit mal wieder etwas zur formalen Logik - konkret ein Beweis der Distribution der
Dieser Beweis ist auf den ersten Blick nicht ganz einfach wenn man jedoch einmal eine passende Beweisidee vor Augen hat, ist er simpel.
LAnm.: Es sind natürlich mehrere Beweise möglich und man muss auch immer die jeweils zugelassenen Kalküle bzw. Regeln beachten. Im
Folgenden wird eine intuitiv schr eingängliche Variante präsentiert.]
Die Beweisidee im vorliegenden Fall: Man hat die Prämisse [p > n)] und kann daraus offenbar nicht ohne Weiteres durch Deduktionen die
Konklusion [(p > > @ n)] ableiten. Also wählt man den Weg einer
'Implikationseinführung (auch als Konditionalbeweis bezeichnet). Man schaut: Was folgt angesichts der Prämisse aus dem Vorderglied der zu beweisenden Implikation [also p q]? Wenn daraus das Hinterglied [also folgt, ist der Beweis erbracht. Ob das Hinterglied daraus folgt, prüft
'man über einen Widerspruchsbeweis.
1. Prämisse
2. Zusatzannahme (für die Implikationseinführung)
3 +@>r) Zusatzannahme (für den Widerspruchsbeweis)
=Gpvn) Definition der Implikation 3
5 II DeMorgan4
Konjunktionsbeseitigung 5
7. II Modus ponens 1,6
8. II ar Konjunktionsbeseitigung 5
Modus tollens 7,8
II -p Modus tollens 2,9
u.II pa-p Konjunktionseinführung 6,10
2. Widerspruchsregel 3-11
Langsam geht das Sommersemester in seine finale Phase über und das bedeutet u.a.: Prüfungsphasel Dazu passend nach längerer Zeit mal wieder etwas zur formalen Logik - konkret ein Beweis der Distribution der Dieser Beweis ist auf den ersten Blick nicht ganz einfach wenn man jedoch einmal eine passende Beweisidee vor Augen hat, ist er simpel. LAnm.: Es sind natürlich mehrere Beweise möglich und man muss auch immer die jeweils zugelassenen Kalküle bzw. Regeln beachten. Im Folgenden wird eine intuitiv schr eingängliche Variante präsentiert.] Die Beweisidee im vorliegenden Fall: Man hat die Prämisse [p > n)] und kann daraus offenbar nicht ohne Weiteres durch Deduktionen die Konklusion [(p > > @ n)] ableiten. Also wählt man den Weg einer 'Implikationseinführung (auch als Konditionalbeweis bezeichnet). Man schaut: Was folgt angesichts der Prämisse aus dem Vorderglied der zu beweisenden Implikation [also p q]? Wenn daraus das Hinterglied [also folgt, ist der Beweis erbracht. Ob das Hinterglied daraus folgt, prüft 'man über einen Widerspruchsbeweis. 1. Prämisse 2. Zusatzannahme (für die Implikationseinführung) 3 +@>r) Zusatzannahme (für den Widerspruchsbeweis) =Gpvn) Definition der Implikation 3 5 II DeMorgan4 Konjunktionsbeseitigung 5 7. II Modus ponens 1,6 8. II ar Konjunktionsbeseitigung 5 Modus tollens 7,8 II -p Modus tollens 2,9 u.II pa-p Konjunktionseinführung 6,10 2. Widerspruchsregel 3-11
Was ist Philosophie?
Die Philosophie ist eine grundlegende Orientierungsdisziplin mit einem (mindestens) dreifachen Anspruch: Sie ist
eine Universalwissenschaft, eine Reflexionswissenschaft und.
eine Metawissenschaft.
Sie strebt nach universalen Einsichten mit Blick auf das Wahre, das
Gute und das Schöne, wobei sie nicht auf einen bestimmten
Gegenstandsbereich begrenzt ist. Ihr reflektierender Charakter wird dadurch deutlich, dass sie als "Anwendung von Vernunft auf ihr eigenes
Tun" (ROSENBERG (2009), $.18) das menschliche Denken und Handeln in den Blick nimmt, ihremetawissenschaftliche Komponente zeigtsich darin, dass sie die Erkenntnisse der anderen Disziplinen umgreift und miteinander in Verbindung setzt sowie die grundsätzlichen
Voraussetzungen des wissenschaftlichen Weltzugangs beleuchtet.
Die Philosophie ist v.a. mit Bedeutung- und Rechtfertigungsfragen befasst und hat den Anspruch, auf eine sehr grundlegende Art und Weise mit Hilfe der Vernunft Orientierung in der Welt zu liefern. Sie strebt nach einem rationalen, konsistenten und kohärenten Menschen- und Weltbild und weist den Weg zu einem vernünftigen, moralisch guten Handeln. Sie ist - je nach Ausgangspunkt eine Voraussetzungswissenschaft bzw.
eine Wissenschaft höherer Ordnung: Der Philosophie geht es häufig
'nicht um Aussagen der Art "Esist der Fall, dass p", sondern um Antworten auf die Fragen "Was bedeutet es, dass p?", "Unter welchen Bedingungen können wir überhaupt sagen, dass p?" und "Was folgt (für uns Menschen) daraus, dass p?", wobei "p" für eine beliebige Proposition bzw. für einen beliebigen Sachverhalt steht.
Was ist Philosophie? Die Philosophie ist eine grundlegende Orientierungsdisziplin mit einem (mindestens) dreifachen Anspruch: Sie ist eine Universalwissenschaft, eine Reflexionswissenschaft und. eine Metawissenschaft. Sie strebt nach universalen Einsichten mit Blick auf das Wahre, das Gute und das Schöne, wobei sie nicht auf einen bestimmten Gegenstandsbereich begrenzt ist. Ihr reflektierender Charakter wird dadurch deutlich, dass sie als "Anwendung von Vernunft auf ihr eigenes Tun" (ROSENBERG (2009), $.18) das menschliche Denken und Handeln in den Blick nimmt, ihremetawissenschaftliche Komponente zeigtsich darin, dass sie die Erkenntnisse der anderen Disziplinen umgreift und miteinander in Verbindung setzt sowie die grundsätzlichen Voraussetzungen des wissenschaftlichen Weltzugangs beleuchtet. Die Philosophie ist v.a. mit Bedeutung- und Rechtfertigungsfragen befasst und hat den Anspruch, auf eine sehr grundlegende Art und Weise mit Hilfe der Vernunft Orientierung in der Welt zu liefern. Sie strebt nach einem rationalen, konsistenten und kohärenten Menschen- und Weltbild und weist den Weg zu einem vernünftigen, moralisch guten Handeln. Sie ist - je nach Ausgangspunkt eine Voraussetzungswissenschaft bzw. eine Wissenschaft höherer Ordnung: Der Philosophie geht es häufig 'nicht um Aussagen der Art "Esist der Fall, dass p", sondern um Antworten auf die Fragen "Was bedeutet es, dass p?", "Unter welchen Bedingungen können wir überhaupt sagen, dass p?" und "Was folgt (für uns Menschen) daraus, dass p?", wobei "p" für eine beliebige Proposition bzw. für einen beliebigen Sachverhalt steht.
Das Blockuniversum & die Spezielle
Relativitätstheorie
In der Metaphysik und in der Philosophie der Zeit werden mit Blick auf die Frage, was (wann) existiert, häufig drei
konkurrierende Positionen genannt:
Dem Präsentismus nach existiert nur Gegenwärtiges.
Unterstützung erfährt diese Position u.a. durch bewusstseinsphilosophische Argumente, die die exklusive
Erlebbarkeit der Gegenwart betonen: Das Vergangene ist demnach nicht mehr und das Zukünftige noch nicht existent.
Im Rahmen des Possibilismus werden Gegenwärtiges und Vergangenes als existent angesehen das Zukünftige existiert jedoch noch nicht bzw. nur als Mögliches. Diese
Position wird durch die Annahme gestützt, dass das
Zukünftige im Gegensatz zum Vergangenen und
Gegenwärtigen noch nicht gegeben und offen ist.
Der Eternalismus ist die Auffassung, wonach
Vergangenes, Gegenwärtiges und _Zukünftiges gleichermaßen gegeben bzw. in gleicher Weise existent sind.
Diese Position speist sich u.a. aus bestimmten (temporal-) logischen Überlegungen und ist auch im Kontext char Waltanffo an halieht
Das Blockuniversum & die Spezielle Relativitätstheorie In der Metaphysik und in der Philosophie der Zeit werden mit Blick auf die Frage, was (wann) existiert, häufig drei konkurrierende Positionen genannt: Dem Präsentismus nach existiert nur Gegenwärtiges. Unterstützung erfährt diese Position u.a. durch bewusstseinsphilosophische Argumente, die die exklusive Erlebbarkeit der Gegenwart betonen: Das Vergangene ist demnach nicht mehr und das Zukünftige noch nicht existent. Im Rahmen des Possibilismus werden Gegenwärtiges und Vergangenes als existent angesehen das Zukünftige existiert jedoch noch nicht bzw. nur als Mögliches. Diese Position wird durch die Annahme gestützt, dass das Zukünftige im Gegensatz zum Vergangenen und Gegenwärtigen noch nicht gegeben und offen ist. Der Eternalismus ist die Auffassung, wonach Vergangenes, Gegenwärtiges und _Zukünftiges gleichermaßen gegeben bzw. in gleicher Weise existent sind. Diese Position speist sich u.a. aus bestimmten (temporal-) logischen Überlegungen und ist auch im Kontext char Waltanffo an halieht
"Earth is the center of the
Universe!"
Galileo Galllei Arisiotellans
"Idiots!"
"Earth is the center of the Universe!" Galileo Galllei Arisiotellans "Idiots!"
[DJie Frage über Wert und Unwert der Technik kann nicht dadurch entschieden werden, daß man "Nutzen" und "Nachteil" der Technik erwägt und gegeneinander aufrechnet daß man die Glücksgüter, mit denen sie die
Menschheit beschenkt, dem Idyll eines vortechnischen
"Naturzustandes" entgegenhält und sie, in dieser
Abwägung, zu leicht befindet. Hier geht es nicht um Lust
.oder Unlust, um Glück oder Leid, sondern um Freiheit oder Unfreiheit. Findet sich, daß das Wachstum technischen Könnens und technischer Güter notwendig und wesentlich ein immer stärkeres Maß von
Gebundenheit in sich schließt, daß es die Menschaeit, statt ein Vehikel zu ihrer Selbstbefreiung zu sein, mehr und mehr in Zwang und Sklaverei verstrickt: so ist der
Stab über die Technik gebrochen. Zeigt sich umgekehrt, daß es die Idee der Freiheit selbst ist, die ihr die Richtung weist und die dazu berufen ist, in ihr zuletzt zum
Durchbruch zu kommen, so kann die Bedeutung dieses
Zieles nicht dadurch geschmälert werden, daß man auf die Leiden und Mühen des Weges hinblickt.
Cassinza, Enxsr: Form und Technik (1930). In: E. Casstrer: Gesammelte Werke.
Hamburger Ausgabe. Herausgegeben von Bikorr Recxt. Text und Anmerkungen bearbeitet von Toptss BERBEN, Band 17. Aufsätze 2004, und kleine Schriften (1927-1931). 172-173. Hamburg: Meiner
2004, 8. 139-183, hier . 172-173.
[DJie Frage über Wert und Unwert der Technik kann nicht dadurch entschieden werden, daß man "Nutzen" und "Nachteil" der Technik erwägt und gegeneinander aufrechnet daß man die Glücksgüter, mit denen sie die Menschheit beschenkt, dem Idyll eines vortechnischen "Naturzustandes" entgegenhält und sie, in dieser Abwägung, zu leicht befindet. Hier geht es nicht um Lust .oder Unlust, um Glück oder Leid, sondern um Freiheit oder Unfreiheit. Findet sich, daß das Wachstum technischen Könnens und technischer Güter notwendig und wesentlich ein immer stärkeres Maß von Gebundenheit in sich schließt, daß es die Menschaeit, statt ein Vehikel zu ihrer Selbstbefreiung zu sein, mehr und mehr in Zwang und Sklaverei verstrickt: so ist der Stab über die Technik gebrochen. Zeigt sich umgekehrt, daß es die Idee der Freiheit selbst ist, die ihr die Richtung weist und die dazu berufen ist, in ihr zuletzt zum Durchbruch zu kommen, so kann die Bedeutung dieses Zieles nicht dadurch geschmälert werden, daß man auf die Leiden und Mühen des Weges hinblickt. Cassinza, Enxsr: Form und Technik (1930). In: E. Casstrer: Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe. Herausgegeben von Bikorr Recxt. Text und Anmerkungen bearbeitet von Toptss BERBEN, Band 17. Aufsätze 2004, und kleine Schriften (1927-1931). 172-173. Hamburg: Meiner 2004, 8. 139-183, hier . 172-173.
#WissenschaftvsPsendowissenschaft @einstiegindiephilosophie
Aus der Reihe #WissenschaftvsPseudowissenschaft
Warum ist die Abgrenzung der Wissenschaft von
Pseudowissenschaft wichtig?
Die (Arbeit an einer) Abgrenzung der Wissenschaft von
Pseudowissenschaft ist auf (mindestens) drei Ebenen. von großer
Bedeutuns - einer wissenschafistheoretischen, einer sellschaftlichen, wissenschaftspraktischen und einer
Aus wissenschaftstheoretischer Warte ermöglichen die Untersu- chungen des Themenkomplexes "Wissenschaft vs. Pseudo- wissenschaft" eine Präzisierung der bis heute nicht restlos geklärten
Frage, was genau Wissenschaft ist. Die Kontrastierung erleichtert u.a.
eine Überprüfung notwendiger und hinreichender Merkmale.
Mit Blick auf die Wissenschaftspraxis kann die Unterscheidung
"Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft' für Leitfäden des guten
wissenschaftlichen Arbeitens dienen. Dies ist insbesondare für jene
Bereiche von Relevanz, die über etablierte Rontineverfahren
hinausgehen.
Inder Gesellschaft gibt es sowohl aufindividueller als auch aufge- samtgesellschaftlicher Ebene häufig die Notwendigkeit für
Entscheidungsrichtlinien, die Bezug auf das sicherste Wissen nehmen, das wir (derzeit) haben und das aus der Wissenschaft kommt. Konkrete
Beispiele sind auf individueller Ebene medizinische Abwägungen, auf gesamtgesellschaftlicher z.B. Fragen der Klimapolitik.
#WissenschaftvsPsendowissenschaft @einstiegindiephilosophie Aus der Reihe #WissenschaftvsPseudowissenschaft Warum ist die Abgrenzung der Wissenschaft von Pseudowissenschaft wichtig? Die (Arbeit an einer) Abgrenzung der Wissenschaft von Pseudowissenschaft ist auf (mindestens) drei Ebenen. von großer Bedeutuns - einer wissenschafistheoretischen, einer sellschaftlichen, wissenschaftspraktischen und einer Aus wissenschaftstheoretischer Warte ermöglichen die Untersu- chungen des Themenkomplexes "Wissenschaft vs. Pseudo- wissenschaft" eine Präzisierung der bis heute nicht restlos geklärten Frage, was genau Wissenschaft ist. Die Kontrastierung erleichtert u.a. eine Überprüfung notwendiger und hinreichender Merkmale. Mit Blick auf die Wissenschaftspraxis kann die Unterscheidung "Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft' für Leitfäden des guten wissenschaftlichen Arbeitens dienen. Dies ist insbesondare für jene Bereiche von Relevanz, die über etablierte Rontineverfahren hinausgehen. Inder Gesellschaft gibt es sowohl aufindividueller als auch aufge- samtgesellschaftlicher Ebene häufig die Notwendigkeit für Entscheidungsrichtlinien, die Bezug auf das sicherste Wissen nehmen, das wir (derzeit) haben und das aus der Wissenschaft kommt. Konkrete Beispiele sind auf individueller Ebene medizinische Abwägungen, auf gesamtgesellschaftlicher z.B. Fragen der Klimapolitik.